Lebe lieber ungewöhnlich

"Warum ich Steyler Missionarin bin"

Faszination Ordensleben: Was steckt dahinter?
Steyler Missionarinnen erzählen, warum sie für weniger als das nicht leben wollen.

Schwester Miriam Altenhofen SSpS

Der Geist weht, wo er will..... Als Dienerinnen des Heiligen Geistes geht es uns ums echte, gute Leben. Wir wollen dem Leben dienen - entsprechend den Worten Jesu: Ich bin gekommen, damit ihr das Leben in Fülle habt! (vgl. Joh 10,10) Es ist einfach schön und herausfordernd, mit anderen gemeinsam weltweit und in einer internationalen Gemeinschaft in dieser "Mission" zu stehen. Mission heißt hier, sich einschwingen und einlassen auf diese Leben spendende Dynamik unseres Gottes.

Schwester Jutta Schulze Bertelsbeck SSpS


Als ich 19 Jahre war, trieb mich die Frage um: Wieso sagt Jesus in der Bibel: „Selig die Armen; denn ihnen gehört das Reich Gottes“, als ich die Bilder von verhungernden Kindern in Äthiopien 1980 im Fernsehen sah. Um der Frage nachzugehen, wollte ich in ein sehr armes Land, um “Arme“ kennen zu lernen. Über die Steyler Missionarinnen kam ich nach Indien, Mumbay (damals Bombay). Dort habe ich ein halbes Jahr im Andheri-Hospital der Schwestern gelebt. Es liegt in einem großen Slumgebiet. Tagsüber bin ich mit Sozialarbeitern ins Slum mitgegangen und habe später selber kleine Projekte gestartet wie Strickunterricht, Englischunterricht bei den Kindern, Besuche bei Kranken und Alten etc. Meine Erfahrung nach dem halben Jahr: Die „Armen Yahwehs“ haben mich missioniert. Und: ich fühlte mich als „reiche Weiße“ einfach in die Verantwortung genommen, ihnen dort zu dienen, wo es ihnen im Leben dran fehlt. Schon damals (1982) verstand ich Mission als einen Austausch des Lebens, ein Geben und Nehmen im „Einsatz für das Leben“. Dort erfahre ich Gott, dort lebe ich, dort leben wir!

Schwester Bettina Rupp SSpS 

"Wenn du gekommen bist, weil du mir helfen willst, dann vergeudest du deine Zeit. Doch wenn du gekommen bist, weil deine Befreiung unmittelbar mit meiner Befreiung zu tun hat, dann lass uns gemeinsam an die Arbeit gehen." (afrikanischer Text)
Gemeinsam an die "Arbeit" gehen, aufbrechen, sich nicht zufrieden geben, Leben - wirkliches Leben - leben und verwirklichen. Das hat mich fasziniert und fasziniert mich immer noch am missionarischen Ordensleben. Mit meinen Mitschwestern gemeinsam dies zu leben und zu verwirklichen ist unsere tägliche Herausforderung. Und einfach eine tolle Leidenschaft. Ich bin dabei. Für weniger nicht.

Schwester Olivia Dresch SSpS 

„Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt.“ (Joh 15,16). Als Steyler Missionarin in der Nachfolge Jesu lasse ich alles, weil er mich nicht lässt. Um seinem Geist zu gehören, der mich ruft, die Stimme derer zu sein, die keine Stimme haben. Für die Gerechtigkeit der Menschen zu kämpfen, in Argentinien wie in Deutschland. Um solidarisch zu sein mit den Benachteiligten. Es freut mich, alles zu tun für sein Reich. Denn die Freude im Herrn ist meine Stärke.

 

 

 

 

Schwester Stefanie Hall SSpS

Ich bin Steyler Missionarin, weil Gott mich liebt. Ich möchte auf diesem Weg anderen Menschen Gottes Liebe weiterschenken und auch sie spüren lassen: Du bist geliebt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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