Orte des Gebetes

Immer und überall kann man mit Gott in Beziehung treten. In der Symbolik der sakralen Räume geht es darum, einen abgegrenzten Raum zu schaffen, der den Menschen in Beziehung zur göttlichen Dimension setzt. Innerhalb des Herz-Jesu-Klosters finden sich mehrere solcher Räume. Darüber hinaus laden auch Besinnungs- und Gebetsstätten im Klostergarten zur Begegnung mit Gott ein.

 

Heilig-Geist-Kirche

Die Klosterkirche mit ihren Seitenkapellen ist wie eine stilisierte Taube – Symbol für den Heiligen Geist – gebaut.

In vielen Aspekten wird in der Gestaltung der Kirche die Spiritualität unserer Gründergeneration dargestellt.

Sie ist das Herzstück des Hauses. Täglich versammeln sich die Schwestern hier zum Stundengebet und zur Eucharistiefeier.

Für die Steyler Missionsschwestern ist die Kirche auch ein wichtiger Ort, weil hier hunderte Schwestern in die Mission entsandt wurden. Heute kommen hierher Schwestern aus der ganzen Welt. Wissend darum, dass die ersten Schwestern, die in ihre Länder kamen, hier ihre Missionsbestimmung bekommen haben.


"Wir brauchen nicht mit unseren Gedanken zum Himmel steigen, um den Heiligen Geist zu suchen. Der Heilige Geist ist zu uns gekommen; er wohnt in unserm Herzen."
Selige Mutter Josefa, Hendrina Stenmanns

Die Seitenkapelle

Die Seitenkapelle (im Symbol der Taube der rechte Flügel), ist ein beliebter Gebetsort für die Schwestern und für unsere Gäste. Hier befindet sich der Sarkophag der seligen Mutter Maria, Helena Stollenwerk, und der seligen Mutter Josefa, Hendrina Stenmanns – Mitgründerinnen der Steyler Misionarinnen.

Die Form des Sarkophags erinnert an einen Taufbrunnen. In der Taufe erhält jeder Mensch die Zusage, Gottes geliebtes Kind zu sein. Helena und Hendrina lebten aus dieser Zusage. So konnten sie sich ganz hineingeben in ihre Aufgabe in der Gemeinschaft.

Der Sarkophag wurde gestaltet unter Verwendung von kostbaren Steinen aus verschiedenen Ländern, in denen Steyler Schwestern heute tätig sind. Obwohl die beiden Mitgründerinnen selber nie Steyl verlassen haben, waren sie doch immer mit den Schwestern in aller Welt verbunden – und sind es bis heute.

Die Kreuzkapelle

Die im Symbol der Taube linke Seitenkapelle, die heutige Kreuzkapelle, wurde von Arnold Janssen zur Kapelle der Anbetungsschwestern bestimmt, bis diese 1914 in ihr eigenes Kloster zogen.

Wenn wir die Kapelle betreten, empfängt uns eine Atmosphäre der Stille, der Sammlung und des Gebetes. Der Blick wird vom Kreuz an der vorderen Wand gefangen genommen. Es gibt den Beterinnen und Betern neue Kraft und den Mut, ihr eigenes Kreuz zu tragen und die Aufgaben des Lebens anzugehen.

"Der liebe Gott kennt unsere Kraft und macht das Kreuz niemals so groß, dass wir es nicht ertragen können."
Heiliger Arnold Janssen

Die kleine Kapelle

Über der Seitenkapelle im rechten Flügel befindet sich die so genannte kleine Kapelle. Sie liegt direkt im Gästetrakt und ist so leicht erreichbar. Gerade für das private Gebet oder Gottesdienste in kleinen Gruppen ist sie gut geeignet. Viele Gäste nutzen die Gelegenheit, um sich hier in Stille zurückzuziehen.

"Um zu beten, ist es nicht immer notwendig, dass man Worte spricht. Beten heißt, etwas von Gott begehren, mehr mit dem Herzen als mit der Zunge. Solange du lebst, wirst du verlangen, und wenn du nach Gott und nach dem, was von Gott kommt, verlangst, so betest du beständig; dein Leben ist dann ein Leben des Gebetes und Gott wird dich gnädig erhören."
Selige Mutter Josefa, Hendrina Stenmanns

 

Deko